Dieses Wappen hat seine Geschichte. Es ist die „Petschaft“ von Martin Luther, also ein Handstempel mit eingraviertem Namenszug, um mit Siegelwachs einen Vertrag oder einen Brief zu siegeln.
Nachdem Luthers Vorfahren eine halbe Armbrust mit zwei Rosen im Schilde führt hatten, das ihnen 1413 verliehen worden sein soll, schuf sich Luther diese abgebildete Wappen und gab ihn durch seinen
Brief an seinen Freund, den Nürnberger Ratsschreiber Lazarus Spengler “ex cremo´ Grobok“, von der Feste Koburg am 8. Juli 1530 die folgende Bedeutung:
Die Bedeutung der Luther-Rose
Weil Ihr begehret zu wissen, ob meine Petschaft recht offen sei, will ich Euch meine ersten Gedanken anzeigen zu guter Gesellschaft, die ich auf meine Petschaft wollte fassen als ein Merkzeichen
meiner Theologie. Das erste soll ein Kreuz sein, schwarz, im Herzen, des seine natürliche Farbe hatte, damit ich mir selbst Erinnerung gäbe, das der Glaube an den Gekreuzigten und selig machet. Od es
nun wohl ein schwarzes Kreuz ist, mortifieret, und soll auch wehe tun, dennoch lässt es das Herz in seiner Farbe, verderbt die Natur nicht, d. i. es tätet nicht, sondern es behält lebendig. Denn der
Gerechte wird seines Glaubens leben. Des Glaubens aber an den Gekreuzigten.
Solch ein Herz aber soll mitten in einer weißen Rose stehen, anzuzeigen, dass der Glaube Freude, Trost und Frieden gibt und kürzlich in eine weiße Rose setzt, nicht wie die Welt Frieden und
Freude gibt. Darum soll die Rose weiß sein und nicht rot sein, denn weiß ist der Geister und alle Engel Farbe.
Solche Rose steht im himmelfarbener Felde, dass solche Freude im Geist und Glauben ein Anfang ist der himmlischen Freude zukünftig, jetzt wohl schon drinnen begriffen und durch Hoffnung gefasst,
aber noch nicht offenbar.
Und in solch feld einen goldenen Ring, dass solche Seligkeit im Himmel ewug währet und kein Ende hat und auch köstlich ist über alle Freude und Güter, wie das Gold das höchste köstliche Erz
ist.
Christus, unser lieber Herr, sei mit Eurem Geist bis in jenes Leben! Amen.
Firmeninhaberin Ludwiga Zerbs, als direkte Nachfahrin in 14. Generation führt die Familientradition der Luthers fort, indem das Familienwappen auf alle unseren Produkten, Briefköpfe und auf unseren
Trinkbechern geführt wird.
Die Patentschrift zur Lutherrose
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"Katharina von Bora" - Gastlichkeit der Reformation
